| 1944 | in Hamburg geboren. |
| Zahlreiche Ausstellungen seit 1972. | |
| 1990 bis 1996 | Studium der Kunstgeschichte und kunstpraktisches Studium am Studio für Kunsterziehung der Uni Bonn. |
| Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler |
Annemarie Frormann hat von 1990 bis 1996 Kunstgeschichte an der Universität Bonn studiert und ihre Fertigkeiten insbesondere in den Drucktechniken am Studio für Kunsterziehung vertieft. Ihre Arbeiten wurden u.a. in Hamburg, Norderstedt, Brüssel, Bonn und Köln und Andernach gezeigt.
Ich arbeite oft über Jahre hinweg in Serien zu bestimmten Themen. Dabei interessiert mich Alltägliches, z. B. Schuhe, gestapelte Stühle oder alte Gerätschaften aus Haushalt und Arbeitswelt - letztere in Schwarz-Weiß ausgeführt, um eine gewisse Fremdheit und Bedrohlichkeit auszudrücken.
Landschaften werden vor der Natur skizziert, im Atelier in größere Formate umgewandelt und dabei abstrahiert. Eine Reihe von nächtlichen Stadtlandschaften zeigt eine eher ungewöhnliche Sichtweise auf das Thema.
Eine sehr umfangreiche Serie ist zum Thema "Mensch" und seinen Beziehungen zu anderen entstanden. Das Farbspektrum beschränkt sich hier auf Rot in allen Nuancen. Ich finde die Kommunikation zwischen Menschen faszinierend und versuche auch das Ungesagte, das Unausgesprochene darzustellen.
Die neueste Werkgruppe befasst sich unter dem Titel "Der schöne Schein" mit Schönheit, Mode und Werbung. Allgegenwärtige Bilder, die unser Unterbewusstsein prägen, ob wir wollen oder nicht. Mit leichter Ironie werden Fragmente daraus zu neuen Bildern zusammengefügt.
Ich arbeite in verschiedenen Techniken, gern auch experimentell.
Monotypien: Einmaldrucke von mit Farbe und Pinsel oder Spachtel und Lösungsmittel bearbeiteten Glas- oder Metallplatten. Zufälligkeiten werden einbezogen.
Kartondruck: eröffnet viele Möglichkeiten zwischen Hoch- und Tiefdruck. Einritzen von Motiven, Holzleim auftragen, diverse Papiere oder andere Materialien einarbeiten, mit Farben spielen - das Experimentieren steht im Vordergrund. Es entstehen Unikate, jeder Druck fällt anders aus.
Holzschnitt: im Gegensatz zu den experimentellen Techniken gefällt mir hier die Klarheit. Oft verwende ich nur wenige Linien, die in spannungsreicher Beziehung stehen.